Daniel Spoerri

Daniel Spoerri ist 1930 in Galati in Rumänien geboren und flüchtete 1942 vor den Nationalsozialisten nach Zürich, wo er bis 1951 lebte. Dort kam es zur bedeutsamen Bekanntschaft mit Max Pfister-Terpis, der für Spoerri zum richtungsweisenden geistigen Inspirator werden sollte. Dort entwickelte Spoerri gemeinsam mit Jean Tinguely das „Farbenballett“. Seine Bekanntheit verdankt Spoerri allerdings den sogenannten „Fallenbildern“ die ab 1960 entstanden. Dabei werden (scheinbar) zufällig auf einer Fläche (z.B. auf einem Tisch) verteilte Objekte (Geschirr, Gläser, Zigaretten) von Spoerri auf die Platte geklebt und dann als Tafelbild an die Wand gehängt. Später ging er dazu über, festliche Gelage mit Freunden auf diese Weise festzuhalten und zu dokumentieren. In seinen „Fallenbildern“, die er bis heute immer wieder variiert und weiterentwickelt hat, zeigt sich der Widerspruch zwischen Fixierung und Bewegung. Performances gehören ebenso zum vielfältigen Oeuvre von Daniel Spoerri wie Koch-Happenings, Skulpturen und Objektassemblagen. Auch als Gartenkünstler betätigt sich Daniel Spoerri: im Garten seines Landsitzes in der Toscana stehen monumentale Skulpturen und Assemblagen aus Stein, Bronze und Holz.