Aljoscha

Aljoscha wurde 1974 in Glukhov in der Ukraine geboren, war von 2001 bis 2002 Gasthörer an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Konrad Klapheck und studierte 2006 auf der internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst in Salzburg bei Shirin Neshat. Er lebt und arbeitet heute in Düsseldorf und ist mit großen Ausstellungen bzw. Installationen national und international präsent. In seinen Zeichnungen, Skulpturen und Installationen beschäftigt er sich grundlegend mit Themen wie der Biologie, der Lehre des Lebens sowie des Bioismus bzw. Biofuturismus, der als utopisches Modell von neuartig erdachten Lebensformen bzw. Lebewesen dient. Aljoscha konzipiert Skulpturen, Installationen und Interventionen nicht als gängige Kunstwerke, sondern als futuristische Organismen im Sinne des Bioismus. Inspirationsquellen für sein Schaffen sind u.a. die Bio- und Gentechnologie. Er orientiert sich näher an den Naturwissenschaften und der Philosophie als an der Kunsttheorie. Aljoscha sagt „Ich betrachte die Kunst als eine der höchsten humanen Tätigkeiten. Sie stellt für mich eine Philosophie dar, vielleicht sogar eine Religion. In diesem Sinne versuche ich eine ästhetische Utopie zu schaffen.“ Mit seinen auratischen Skulpturen und Installationen bricht Aljoscha ganz klar mit den Linien der gängigen Kunstpraxis. Denn es geht ihm weder um die künstlerische Reproduktion von Phänomenen, noch um eine abstrakte Verfremdung dieser. Vielmehr schafft Aljoscha auf Basis von Acrylfarbe, Silikon und Acrylglas fremdartige Organismen, die über Zeit und Raum erhaben sind. Die Transparenz und Feinheit seines erwählten Materials sowie das leichte der Form ist ganz bewusst ausgewählt, denn durch seinen schwebenden Zustand wird Beweglichkeit und Dynamik hervorgerufen.