Stefan à Wengen

Stefan à Wengen wurde 1964 in Basel geboren und besuchte dort die Kunst- und Gewerbeschule (heute Schule für Gestaltung). 2011/12 dozierte er an der Haute École d’Art et Design in Genf. Heute lebt und arbeitet der Künstler in Düsseldorf und ist Mitbegründer des Projektraums SPAM-Contemporary in Düsseldorf. 
Seine Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen international gezeigt, u.a. in einer umfangreichen Einzelschau im Kunstmuseum Luzern und Gruppenausstellungen im Musée des Beaux Arts, La Chaux-de-Fonds, Schweiz und dem Museum Kunstpalast in Düsseldorf. Seine Werke befinden sich in bedeutenden Privatsammlungen in Deutschland, den Niederlanden, Spanien, den USA und der Schweiz sowie in öffentlichen Sammlungen, wie im Kunstmuseum Basel und Kunstmuseum Luzern. Schon seit Mitte der 1990er Jahre beschäftigt sich der Künstler in größeren Werkgruppen mit Fragen nach kulturellen Codes und dem kulturellen Gedächtnis.

In seiner 2014 begonnen und endlos weiterwachsenden Werkserie „Detected Dictionary“, beschränkt sich Stefan à Wengen bewusst auf ein einheitlich kleines Format von 30 x 25 cm und auf eine schwarzweiße, mit verschiedenen Grauabstufungen, reduzierte Farbpalette. Das „ermittelte Wörterbuch“ folgt sowohl einer sehr persönlichen Ikonographie, wie auch dem kollektiven kulturellen Gedächtnis. Immer wieder tauchen ikonische Tierfiguren auf wie etwa „Bambi“, Motive aus der Kindheit oder aus dem Bereich der Kunst und Wissenschaft. Doch haftet der Auswahl etwas explizit Unheimliches an, die Figuren schweben losgelöst vor einem meist dunklen Raum. Immer wieder verweist à Wengen dabei auf die Vanitas: In dieser Wunderkammer des Unterbewussten finden sich Vogelskelette und Totenschädel neben Nachtfaltern oder Fliegenpilzen oder sichtlich in Mitleidenschaft gezogenen Kuscheltieren.