Christoph Luger

Christoph Luger wurde 1957 geboren und hat von 1976 bis 1981 bei Max Melcher an der Akademie der bildenden Künste in Wien studiert. Er arbeitet ausschließlich mit und auf Papier, es entstehen großflächige Bilder, zuerst mit Kohle, später Tusche und schließlich mit Leimfarbe. Es sind vorwiegend Großformate, mit denen sich Christoph Luger auseinandersetzt. Obwohl die Ausmaße dieser Arbeiten bis zu zehn Meter Länge annehmen können, ist der Bildträger ausschließlich Papier. Schicht um Schicht setzt es der Künstler zusammen, verklebt es und fixiert es direkt an der Atelierwand. Erst wenn die aneinandergefügten Fragmente zu einem Bildkörper gestaltet wurden, setzt der eigentliche Malprozess ein. Die Papierwand wird zu einem Fresko, wird beschichtet mit wasserlöslichen Leimfarben, die großflächig und zügig aufgetragen werden. Erst beim Abnehmen von der Wand wandeln sich diese Arbeiten vom Fresko zum Bild. Fragile Tafelbilder entstehen, die sich durch einen in leisen Tönen gehaltenen Farbauftrag auszeichnen, der ebenso wie die Beschränkung auf Abstraktion charakteristisch für Lugers Schaffen ist.